Schulleben

Die globale Erwärmung - eine unbequeme Wahrheit

Ein Beitrag unseres Kollegen Gerold Huber.

„Unsere Zukunft sowie die unserer Kinder liegt in unseren Händen“, so könnte das Fazit einer Informationsveranstaltung lauten, bei der die Landtagsabgeordnete Margit Mohr am Freitag, den 12. September in der Berufsbildenden Schule Landstuhl zu Gast war. Ausgehend von dem Film "An Inconvenient Truth" – „Eine unbequeme Wahrheit“ des im Jahr 2000 George W. Bush knapp unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Al Gore diskutierten Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrer mit der Vorsitzenden der Enquetekommission „Klimawandel“ über die Folgen der globalen Erwärmung. Deren Ursachen und prognostizierte Folgen waren zuvor in dem Film in z.T. drastischer Weise aufgezeigt worden.

Der stetig steigende Verbrauch an fossilen Energieträgern, wie Kohle, Erdöl und Erdgas hat inzwischen derartige Ausmaße erreicht, dass auf Grund des Treibhauseffekts bereits innerhalb einer Generation mit schwerwiegenden Folgen für die gesamte Menschheit gerechnet werden muss. So ist schon jetzt festzustellen, dass die eisbedeckten Polkappen stark abgeschmolzen sind. Es besteht die Gefahr, dass bei einem weiteren Abschmelzen derselben der Meeresspiegel weltweit um bis zu sechs Meter ansteigen könnte, so dass bevölkerungsreiche Länder wie Bangladesch, China, Indien oder auch die Niederlande zumindest in den Küstenregionen weitgehend überflutet werden würden. Dies hätte nicht nur Auswirkungen auf die Unbewohnbarkeit riesiger Landstriche, sondern würde notgedrungen auch zu weltweit noch nie da gewesenen Migrationsbewegungen einschließlich höchstwahrscheinlich gewalttätigen Konflikten führen.

Infolgedessen ist jeder Einzelne von uns aufgefordert, den CO2-Ausstoß so weit zu reduzieren, dass die ansonsten unweigerlich eintretenden klimatischen Veränderungen, die bereits jetzt zu spüren sind, möglichst lange hinausgezögert oder ganz vermieden werden. Mit Unverständnis muss deshalb zur Kenntnis genommen werden, dass z.B. die Vereinigten Staaten von Amerika als größter Energieverbraucher sowie die aufstrebenden Schwellenländer China und Indien dieser Entwicklung mehr oder weniger gleichgültig bzw. tatenlos gegenüberstehen.

Wir alle können nämlich unseren Teil dazu beitragen, dass der CO2-Ausstoß und die Luftverschmutzung verringert werden, indem wir im Rahmen des Möglichen zum Beispiel auf schadstoffarme Autos umsteigen, öffentliche Verkehrmittel benutzen oder energiesparende Haushaltsgeräte und Leuchtmittel verwenden. Allein das Beibehalten des Standby-Betriebs unserer Computer, Fernseher oder Hi-Fi-Anlagen während unserer Abwesenheit schlägt in Deutschland jährlich mit mehr als fünfeinhalb Milliarden Kilowattstunden Stromverbrauch zu Buche, was der Jahresproduktion eines 650-Megawatt-Kraftwerks entspricht.

Tief beeindruckt dankten die anwesenden Schüler und Lehrer Frau Mohr für ihre Ausführungen und die neu gewonnenen Erkenntnisse. Diese werden mit Sicherheit dazu beitragen, dass mit den immer knapper und teurer werdenden fossilen Ressourcen künftig verantwortungsvoller umgegangen wird.